Wie lange hält ein Haarsystem? Basistypen, Lebensdauer und Pflege

Von Neo Hair 5 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert:
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Wie lange hält ein Haarsystem? Basistypen, Lebensdauer und Pflege

Ein Haarsystem hält etwa 6 Monate bis 2 Jahre. Wo Ihres in dieser Spanne landet, hängt vor allem von der Basis ab: Die dünnsten, unsichtbarsten Basen liegen am unteren Ende, dickere Skin- und Mono-Basen erreichen das obere. Schweiß, Klima und die Art der Reinigung verschieben den Wert zusätzlich.

Dabei werden oft zwei Haltbarkeiten verwechselt. Das System selbst hält Monate. Die Verklebung, mit der es auf der Kopfhaut sitzt, hält 2–5 Wochen. Danach wird das System abgenommen, gereinigt und neu befestigt.

Wie lange hält ein Haarsystem bei den einzelnen Basistypen?

Die Regel ist einfach: Je weniger Material eine Basis hat, desto besser verschwindet sie und desto früher ist sie verschlissen. Eine Basis, die auf Ihrer Haut unsichtbar wird, hat kaum Substanz.

BasistypTypische LebensdauerOptikHaltbarkeit
Swiss Lace6–9 MonateDer unsichtbarste Haaransatz; die Kopfhaut schimmert natürlich durchGering: Knoten lockern sich, das Gewebe reißt
French Lace6–12 MonateSehr natürlich, etwas fester als Swiss LaceGering bis mittel
Ultradünne Skin- und Nanotechnologie-Basen (etwa 0,03–0,06 mm)6–12 MonateWie Haut, ohne Knoten, Rand fast unsichtbarGering bis mittel: Die Folie dehnt sich an den Rändern
Dünne Skin-Basis (0,08–0,12 mm)12–18 MonateAuf normale Distanz natürlich; der Rand ist aus der Nähe leichter zu erkennenMittel bis hoch
Mono mit Poly-Rand12–24 MonateNatürlicher Scheitel; ohne Lace-Front vorne weniger feinHoch
Hybrid (Lace-Front, Skin-Rand)9–18 MonateLace-Optik dort, wo man hinsiehtMittel: Meist gibt die Lace-Front zuerst nach

Diese Werte setzen professionelle Pflege alle 2–5 Wochen und normale Beanspruchung voraus. Hersteller nennen teils andere Zahlen, und eine sehr dünne Basis, getragen durch einen heißen Sommer mit täglichem Training, kann lange vor sechs Monaten am Ende sein. Wie die einzelnen Basen aussehen und sich anfühlen, erklärt unser Ratgeber zur Wahl der richtigen Haarsystem-Basis.

Was verschleißt an einem Haarsystem zuerst?

Ein System gibt selten auf einen Schlag auf. Es verschleißt in einer ziemlich vorhersehbaren Reihenfolge.

Knoten am Haaransatz

Bei Lace- und Mono-Basen ist jedes Haar mit einem winzigen Knoten befestigt. Waschen, Kämmen und Reibung lockern diese Knoten nach und nach, und Haare rutschen heraus. Die Front trifft es zuerst, denn am Haaransatz sitzen die feinsten Einzelhaarknoten. Sie werden oft gebleicht, damit sie nicht als Pünktchen auf der Haut sichtbar sind, und genau das Bleichen schwächt sie.

Ränder der Basis

Am Rand wird alle paar Wochen Kleber aufgetragen und mit Lösungsmittel wieder entfernt. Dünne Basen dehnen sich dort, rollen sich ein und reißen irgendwann. Liegt ein Rand nicht mehr flach, hält auch frisches Klebeband nicht mehr lange.

Haardichte

Haar an einem System wächst nicht nach, jedes verlorene Haar ist weg. Die Dichte nimmt über die Monate allmählich ab, am schnellsten am Wirbel und im Nacken, wo jede Nacht das Kopfkissen reibt. Ein System, das bei der Anpassung voll aussah, wirkt gegen Ende seiner Lebensdauer spürbar leichter. Ersetzt wird oft wegen der Dichte, bevor überhaupt etwas kaputt ist.

Farbe und Struktur

Sonne, Chlor und Salzwasser oxidieren die Haarfarbe. Dunkelbraun wird wärmer und leicht rötlich, graue Anteile können gelblich werden. Haar am System bekommt auch kein natürliches Fett von der Kopfhaut und trocknet deshalb schneller aus als Ihr eigenes. Ein Fachmann kann es ein- oder zweimal nachtönen, doch jede chemische Behandlung verkürzt seine Lebensdauer.

Wie oft muss ein Haarsystem neu befestigt werden?

Alle 2–5 Wochen. Fettige Kopfhaut, starkes Schwitzen oder heißes Klima schieben den Abstand Richtung zwei Wochen. Eine trockene Kopfhaut und Büroarbeit in einer kühlen Stadt können ihn auf vier oder fünf Wochen strecken.

Die Verklebung löst sich nicht, weil der Kleber schwach ist. Sie löst sich, weil Ihre Haut sich erneuert: Die oberste Schicht schuppt ständig ab, und der Kleber haftet an Zellen, die ohnehin bald abfallen. Gleichzeitig kriechen Schweiß und Hautfett unter die Ränder, und Haar, das unter der Basis nachwächst, drückt von unten dagegen.

Ein Pflegetermin umfasst in der Regel:

  1. das System mit Lösungsmittel abnehmen, ohne zu ziehen
  2. alte Kleberreste von der Basis entfernen
  3. das Haar am System waschen und pflegen
  4. die Kopfhaut reinigen und die Klebefläche rasieren oder kurz scheren
  5. mit frischem Klebeband oder Kleber neu befestigen
  6. Ihr eigenes Haar an Seiten und Hinterkopf nachschneiden, damit der Übergang weiter stimmt

Zwischen den Terminen waschen Sie das System ein- bis zweimal pro Woche mit einem sulfatfreien Shampoo. Spülung gehört in die Längen, nicht an die Basis. Was im Alltag sonst noch zählt, steht in unserem Ratgeber zum Alltag mit Haarsystem.

Woran Sie erkennen, dass Ihr Haarsystem ersetzt werden muss

  • Bei normalem Tageslicht ist an der Front oder am Wirbel die Basis durch das Haar zu sehen.
  • Die Ränder sind eingerissen oder rollen sich selbst mit frischem Klebeband auf.
  • Die Farbe passt auch nach dem Tönen nicht mehr zum Haar an Ihren Seiten.
  • Das Haar fühlt sich direkt nach der Spülung strohig an und verknotet im Nacken.
  • Die Verklebung hält nur noch wenige Tage, obwohl sich an Ihrer Routine nichts geändert hat.
  • Die Basis hat sich gedehnt und wirft beim Aufsetzen Falten.

Ein einzelnes dieser Zeichen lässt sich manchmal beheben. Zwei oder drei zusammen bedeuten meist, dass das System am Ende ist.

Wozu braucht man ein Ersatz-Haarsystem?

Ein Ersatzsystem kostet zunächst Geld und erspart später Ärger. Drei gute Gründe sprechen dafür.

  • Missgeschicke passieren. Ein eingerissener Rand oder eine misslungene Farbbehandlung sollte Sie nicht ohne Haare dastehen lassen, während ein neues System gefertigt wird.
  • Maßanfertigungen brauchen Zeit. Wird Ihr System nach Maß gefertigt, bestellen Sie das nächste, bevor das aktuelle verbraucht ist, und nicht erst danach.
  • Im Wechsel verteilt sich der Verschleiß. Zwei abwechselnd getragene Systeme sitzen jeweils nur die Hälfte der Zeit auf Ihrem Kopf und halten dadurch, in Kalendermonaten gerechnet, länger.

Wenn Sie wechseln, versetzen Sie die beiden zeitlich. Nehmen Sie das zweite System ein paar Monate nach dem ersten in Gebrauch, damit Sie nie direkt von einem abgenutzten auf ein ganz neues springen. Genau dieser Sprung in der Dichte fällt Ihrem Umfeld am ehesten auf.

Für Vielreisende und alle, die weit von einem Zweithaarstudio entfernt wohnen, ist ein Ersatzsystem fast unverzichtbar.

So hält Ihr Haarsystem länger

  • Waschen Sie mit lauwarmem, nie mit heißem Wasser und einem sulfatfreien Shampoo.
  • Kämmen Sie von den Spitzen nach oben, halten Sie das Haar dabei nahe der Basis fest und kämmen Sie nasses Haar nie kräftig.
  • Schlafen Sie auf einem Kissenbezug aus Seide oder Satin, das verringert die Reibung im Nacken.
  • Spülen Sie nach Schwimmbad oder Meer sofort mit klarem Wasser.
  • Stellen Sie Föhn, Glätteisen und Lockenstab auf niedrige oder mittlere Stufe.
  • Ziehen Sie ein System nie ohne Lösungsmittel ab.
  • Halten Sie den Pflegeplan ein. Eine Woche Aufschub bei einer Verklebung, die sich schon löst, kostet die Basis mehr Lebensdauer, als sie an Terminen spart.

Lassen Sie sich den Basistyp im Angebot schriftlich nennen. Dann wissen Sie von Anfang an, mit welchem Ende der Spanne Sie rechnen können. Bei Neo Hair beginnt die kostenlose Haaranalyse mit ein paar Fotos per WhatsApp, und wir erklären die Vor- und Nachteile für Ihr Haar, Ihr Klima und Ihren Alltag, bevor Sie sich entscheiden.

Fragen zu diesem Thema

Wie lange hält ein Haarsystem?

Etwa 6 Monate bis 2 Jahre. Lace- und ultradünne Skin-Basen liegen am kürzeren Ende, dickere Skin- und Mono-Basen halten am längsten.

Wie oft sollte ein Haarsystem abgenommen und gereinigt werden?

Alle 2–5 Wochen. Fettige Kopfhaut, starkes Schwitzen und heißes Wetter verkürzen den Abstand.

Welche Haarsystem-Basis hält am längsten?

Mono-Basen und dickere Skin-Basen von etwa 0,08–0,12 mm halten am längsten, oft 12 Monate und mehr. Dafür wirkt der Haaransatz etwas weniger fein.

Lässt sich ein abgenutztes Haarsystem reparieren?

Kleinere Probleme wie ein sich lösender Rand oder verblasste Farbe lassen sich oft beheben. Verlorene Dichte und eingerissene Ränder meist nicht; dann ist ein neues System die sinnvollere Lösung.

Warum wird ein Haarsystem mit der Zeit dünner?

Das Haar ist an der Basis befestigt und wächst nicht nach. Waschen, Kämmen und die Reibung am Kopfkissen lockern es nach und nach, die Dichte nimmt also Monat für Monat ab.

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